Baedeker Brandschutz GmbH, Hochstraße 71 - 71a, 42105 Wuppertal Sonntag, 23.07.2017 | Mail | Impressum



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Rauchabzug Wärmeabzug RWA

RWAs haben die Aufgabe, im Brandfall Rauch und Wärme abzuführen. Sie tragen dazu bei:

  • Rettungs - und Angriffswege rauchfrei zu halten
  • die Brandbekämpfung durch Schaffung einer rauchfreien Schicht zu erleichtern
  • Brandfolgeschäden durch Brandgase und thermische Zersetzungsprodukte herabzusetzen
  • die Brandbeanspruchung der Bauteile zu vermindern
  • Einrichtungen zu schützen

Rauchausbreitung ohne Rauch- und Wärmeabzug

Thermischer Auftrieb sorgt dafür, dass große Rauchgasmengen aufsteigen und den Raum oder das Gebäude mit Rauch füllen. Die Rauchgasschicht macht eine aktive und passive Rettung unmöglich! Die thermische Beanspruchung des Baukörpers durch heiße Brandgase kann zum Einsturz des Gebäudes führen.



Erhaltung der Bausubstanz als Aufgabe des Rauch- und Wärmeabzugs

Die Aufgabe von RWA-Anlagen wird in der DIN 18232 wie folgt definiert:

"RWA-Anlagen haben die Aufgabe, im Brandfalle Rauch und Wärme abzuführen. Sie tragen dazu bei, die Brandbeanspruchung der Bauteile zu vermindern."

Mit der Erhaltung der Gebäudekonstruktion werden mehrere Dinge gleichzeitig erreicht. Flüchtende Personen können sich durch eigene Kraft aus dem Gebäude retten. Das Rettungspersonal hat länger die Möglichkeit, das Gebäude zu evakuieren. Durch die Einsturzgefahr von brennenden Gebäuden entsteht ein weiterer Risikofaktor. Es können benachbarte Bauteile bzw. Gebäude in Mitleidenschaft gezogen werden. Der Brand kann sich unter Umständen weiter ausbreiten. Rauch und Wärmeabzüge tragen in jedem Fall zur Erhaltung der Bausubstanz bei. Sie dienen dazu, den sogenannten „flash over“ solange wie möglich hinauszuzögern.

Die Gesamtbelastung der Wirtschaft durch Brand und Folgeschäden erreichten z. B. im Jahr 1998 ca. 7,5 Milliarden DM. Dies belastet die gesamte Volkswirtschaft und treibt die Aufwendungen der Unternehmen für die Versicherung von Personen und Sachwerten in die Höhe.



Wirkungsweise des natürlichen Rauchabzugs

Bei einem Brand entstehen während des Verbrennungsprozesses vorwiegend Rauch, Wärme und heiße Brandgase. Aufgrund des thermischen Auftriebs steigen diese Verbrennungsprodukte im Raum nach oben und bilden unterhalb der Decke eine Schicht aus Rauch und Brandgasen. Diese Rauchgasschicht wird mit fortschreitender Branddauer immer dichter und innerhalb kürzester Zeit wird der gesamte Raum ausgefüllt. Mit Hilfe der elektromotorischen Antriebe werden die RWA-Öffnungen im oberen Bereich des Raumes und ggf. die Zuluftöffnungen innerhalb kürzester Zeit automatisch geöffnet.

Durch diese Öffnungen können die aufsteigenden Verbrennungsprodukte wie Rauch, Wärme und Brandgase bereits in der Entstehungsphase des Brandes direkt ins Freie entweichen. Die notwendigen Zuluftöffnungen im unteren Bereich sorgen für den erforderlichen Ausgleich des Massenstroms und verstärken den Effekt des thermischen Auftriebs.

Der Zeitpunkt der Auslösung des Öffnungsvorgangs der RWA-Öffnungen hat einen großen Einfluss auf das optimale Funktionieren des „natürlichen Rauchabzugs“. Der Einsatz eines automatischen Rauchmelders ist nach aktuellen Erkenntnissen empfehlenswert. Jede Anlage wird mit Handauslösungen versehen.



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